About Unreal Reality

Volker Jordan
Volker Jordan

Initiator des Projektes „Unreal Reality“

Das Projekt „Unreal Reality“ ist eine Kunstform, welche meine Arrangements und Vertonungen beherbergt. Die Idee, unwirkliche Welten in der tatsächlichen Realität entstehen zu lassen, wurde bereits in den frühen 80er Jahren geboren, als ich mit der Musik anfing. Erst im Laufe der Jahre mit fortschreitender Kenntnis der Harmonielehre und Technik entwickelte sich das, was es heute ist. Aber der Reihe nach:

Am Anfang…

…stand die Begeisterung. Gegen Ende der 70er Jahre hörte ich bei einem Schulfreund das Lied „Radioaktivität“ von Kraftwerk. Ein vollkommen monotoner Rhythmus einfachster Gattung. Aber dieser elektronische Klang… so etwas hatte ich noch nie gehört, das war es, was die Begeisterung auslöste. Töne und Klänge, die es bis dahin noch nicht gab. Vollkommen neu und innovativ. Rein elektronische Musik gab es in den 70ern kaum, erst in den 80ern wurde auch der Synthesizer durch den damaligen Mainstream populär. Spätestens als ich dann das Album „Oxygene“ von Jean-Michel Jarre hörte, war für mich klar, welche Musikrichtung ich favorisieren würde.

Musik selber machen…

… war für mich immer ein Traum. Nur ich spielte kein Instrument und von Noten hatte ich gleich gar keine Ahnung. Hier musste eine Lösung her und die hieß: Musikunterricht. Ich nahm privaten Keyboardunterricht, lernte Noten und wichtige Zusammenhänge der Harmonielehre. Eine Zeit lang belegte ich zusätzlich einen Musiktheorie-Kurs an der hiesigen Musikakademie. Zudem war ich ein Freund der musik-theoretischen Literatur und las mir einiges an. Mit dem Quintenzirkel konnte ich dann auch die Logik der Modulation und der verschiedenen tonalen Zusammenhänge durchschauen.

Technik die begeistert…

… nun, eigentlich interessierte mich die Technik der elektronischen Musik fast noch mehr als die Musiktheorie selbst. Aber das eine funktioniert suboptimal ohne das andere. Als ich gegen Ende der 80er Jahre an meinen ersten Computer kam, es war ein Atari 1040 ST, wurde mein Technikinteresse noch größer. Ein Keyboard mit einem Computer verbinden? Das eröffnete interessante Möglichkeiten. Als dann noch die entsprechende Sequenzer-Software dazu kam, war ich in meinem Element.

Equipment…

… als ich noch mit dem Atari gearbeitet habe, hatte ich auch „echte“ Hardware, sprich Synthesizer und Effektgeräte im Portfolio. Roland, Boss und Quasimidi waren da meine Wahl. Aber mit wechselnden PC-Systemen, verbesserter Technik und plugin-basierenden Synthesizern, Samplern und Effektgeräten wurde mein Studio zunehmend digitaler. Heute arbeite ich ausschließlich mit Plugin-Systemen und lediglich einem Kontroller-Keyboard. Die Klangqualität heutiger Studioplugins stehen den Hardwaresystemen nahezu in nichts nach. Zudem sind diese Systeme heutzutage auch noch bezahlbar.

Das Projekt…

… als Freund der analogen Klänge, Vorbilder diesbezüglich habe ich da so einige, versuche ich immer, möglichst „sphärisch“ zu arbeiten. Mystische Fantasieklänge, welche einem Bilder in den Kopf zaubern, sind meine ausgesprochenen Favoriten. Klänge und Melodien zu denen man seine eigene Fantasie spielen lassen kann oder in Gedanken bunte Welten erschafft. Mein Projekt ist daher sehr offen und lässt sich nicht wirklich in eine bestimmte Richtung stilisieren. Das ist auch so gewollt, denn ich möchte mich keinem Zwang oder Genre unterordnen. Ich male eben musikalische Bilder, mal so und mal so…

Das ist meine Herangehensweise an das Projekt Unreal Reality.


The project „Unreal Reality“ is an art form that houses my arrangements and settings. The idea of creating unreal worlds in actual reality was already born in the early 80s when I started with music. Only over the years with advancing knowledge of harmony theory and technique did it develop into what it is today. But one after the other:

In the beginning…

…was the enthusiasm. Towards the end of the 70s, I heard the song „Radioactivity“ by Kraftwerk at a school friend’s house. A completely monotonous rhythm of the simplest kind. But this electronic sound… I had never heard anything like it before, that was what triggered the enthusiasm. Tones and sounds that had never existed before. Completely new and innovative. There was hardly any purely electronic music in the 70s, it was only in the 80s that the synthesiser also became popular through the mainstream of the time. At the latest when I heard the album „Oxygene“ by Jean-Michel Jarre, it was clear to me what kind of music I would prefer.

Making music myself…

… was always a dream for me. But I didn’t play an instrument and I didn’t know anything about sheet music. A solution was needed and that was music lessons. I took private keyboard lessons, learnt notes and important contexts of harmony. For a while, I also took a music theory course at the local music academy. I was also a friend of music-theoretical literature and read up on a lot. With the circle of fifths I was then able to see through the logic of modulation and the various tonal relationships.

Technology that inspires…

… well, actually the technology of electronic music interested me almost more than music theory itself. But one works suboptimally without the other. When I got my first computer towards the end of the 80s, it was an Atari 1040 ST, my interest in technology grew even more. Connecting a keyboard to a computer? That opened up interesting possibilities. When the appropriate sequencer software was added, I was in my element.

Equipment…

… when I was still working with the Atari, I also had „real“ hardware, i.e. synthesizers and effects units in my portfolio. Roland, Boss and Quasimidi were my choices. But with changing PC systems, improved technology and plugin-based synthesizers, samplers and effects units, my studio became increasingly digital. Today I work exclusively with plug-in systems and only one controller keyboard. The sound quality of today’s studio plug-ins is almost on a par with hardware systems. Moreover, these systems are affordable nowadays.

The project…

… as a friend of analogue sounds, and I have a few role models in this respect, I always try to work as „spherically“ as possible. Mystical fantasy sounds, which conjure up images in your head, are my favourites. Sounds and melodies to which you can let your own imagination play or create colourful worlds in your mind. My project is therefore very open and cannot really be stylised in a certain direction. That’s also intentional, because I don’t want to subordinate myself to any constraints or genre. I just paint musical pictures, sometimes this way and sometimes that way…

That is my approach to the Unreal Reality project.

Volker Jordan

Unreal Reality